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von Urs Hans zu BSE - ] Publiziert 2000-12-04 16:17:29 Urs Hans: Bundesamt für Veterinärwesen im Erklärungsnotstand Alle Voraussagen unseres Bundesamtes für Veterinärwesen im bezug auf BSE haben sich bis auf eine als unwahr entpuppt. Die einzige wahre Aussage machte dessen Informationsbeauftragter, Herr Heinz K. Müller am 9. März 98 am Telefon auf meine Frage nach den vielen BAB-Fällen. Er sagte bis zum Mai 96 sei eben Fleischmehl noch im Hühnerfutter zugelassen gewesen und gewisse Bauern hätten dies missbraucht. Dann fuhr er fort : "Sollten aber, nach Mai 96 geborene Tiere noch an BSE erkranken so befindet sich das BVet im Erklärungsnotstand !" Genau dies ist jetzt also eingetreten. Das Bundesamt ist unglaubwürdig und steht samt vielen korrupten Wissenschaftern am Berg. Was bereits in England geschehen ist, ist jetzt eben auch in der Schweiz Wirklichkeit geworden. Bereits zwei Tiere sind an BSE erkrankt, die nach Mai 96 geboren sind. Unsere jahrelang belächelte Kritik am Vorgehen dieser Behörden und an deren miserablem Umgang mit uns Bauern bestätigt sich. Die wahren Ursachen von BSE wurden vertuscht, weil sich damit kein Geld verdienen lässt. Die Ansteckungstheorie über Prionen ist gescheitert. Trotzdem werden immer noch zig Millionen dafür verschwendet und eitle Wissenschafter damit gemästet. Zu fragen, was die allgegenwärtigen Insektizide und Nervengifte die immer noch tonnenweise in der Landwirtschaft angewendet werden, wohl den Nervenzentren unserer Rinder und Kühen schaden könnten, dafür wird kein Franken aufgewendet. Zu politisch und brisant wäre diese Fragestellung. Eine von mir seit eineinhalb Jahren, dem BVet zugeleitete Studie beweist, dass eben nicht nur sog. Parasiten mit Nervengiften abgetötet werden können, sondern, dass eben auch Prionen in Nervenzellen von deren Wirtstieren beschädigt werden können. Im normalen Sprachgebrauch würden wir dies vermutlich Vergiftung nennen. Am Schluss dieser Studie steht, dass dringend in dieser Richtung weiter geforscht werden müsste. Am 13. 9. 00 bestätigte mir Herr Perler, zuständiger für BSE am BVet, dass zur Zeit keine diesbezügliche Forschung betrieben werde. Wann haben diese Beamten die Öffentlichkeit informiert und zugegeben, dass im Herbst 98 durch die von ihrem Amt verordneten Behandlungen mit Neguvon hunderte von Kühen erkrankten, viele eingingen und noch mehr Totgeburten die Folge waren? Und wann haben sie sich bei den Betroffenen entschuldigt? Pikanterweise zwingt aber genau dieses Amt noch immer uns Bauern unsere Kühe mit Nervengiften gegen Dasselfliegen zu behandeln. Wer sich weigert wird eingeklagt. – genau damit beginnt der echte ( Rinder ) Wahnsinn. In bezug auf die Neue Form der Kreutzfeldt-Jakob-Krankheit hat es sich gezeigt, dass deren Opfer hauptsächlich in ländlichen Gebieten zu beklagen sind. Diese Krankheit tritt sogar zum Teil, regional sehr konzentriert auf. So erkrankten zum Beispiel im kleinen mittelenglischen Queniborough bereits 6 Menschen. In dieser Gegend wird intensiver Rapsanbau betrieben. Wenn sie mit verunsicherten Leuten von dort reden, sagen sie „ fragen sie einmal die Bauern was für Insektizide sie seit 20 Jahren einsetzen?“ Im südenglischen Asford erkrankten bisher sogar deren sieben und davon sogar zwei Vegetarier. In Ashford werden nicht nur Organophosphate produziert, sondern diese werde auch im lokalen Hopfenanbau massiv eingesetzt. Dass die Konsumentenorganisationen jetzt ein totales Fleischmehlfütterungsverbot, also auch für Schweine, fordern ist verständlich, schliesslich wurden sie ja auch seit Jahren gezielt falsch informiert. Wenn jetzt unser Bundesamt in das gleiche Horn stösst, so einzig und allein deshalb, um weitere 5 Jahre Zeit zu gewinnen um die wahren Ursachen zu vertuschen. Wir Bauern müssen uns aber vehement diese Idiotie wehren. Wir laufen sonst direkt vom Regen in die Taufe, nämlich in eine Abhängikeit von pflanzlichen Fetten mit Dioxin- und Gentech-Belastung. Die Gentech-Multis lassen grüssen. Auf keinen Fall aber dürfen wir Biobauern diese wahnsinns Bauernfängerei auch noch mitfinanzieren. Dieser Tage ist der Bericht der offiziellen BSE-Untersuchungskomission in England veröffentlicht worden. Deren Aussage lautet unter anderem : die konservativen Regierungen haben in Sachen BSE vertuscht und gelogen und die Wissenschaft arbeitete nicht unabhängig, nein im Gegenteil sie war käuflich, also korrupt. Ungefähr so sehe ich dies auch für die Schweiz, wo seit 1996 kein unabhängiges Institut zu finden war, um eine Studie zu machen, wie die von mir zitierte Whatley-Studie. Ich frage mich allen Ernstes wie lange sich Bauern und vor allem die Konsumenten noch für dumm verkaufen lassen. Wer mehr wissen will findet genügend unabhängige Informationen und kann sich selbst einen Reim machen. Auf die Wissenschaft ist in diesem Bereich kein Verlass mehr. Urs Hans, Biobauer Neubrunn, 8488 Turbenthal 23.11.2000 Ihre Meinung interessiert uns! Klicken sie hier um uns eine E-Mail zu schicken. Zum Seitenanfang |
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Kommentare zu diesem Artikel: |
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| + | [11/04/01] | Herzliche Gratulation Herr Hans! | |