<<      
 
  [Briefe von Urs Hans zu BSE - ] Publiziert 2001-02-28 00:00:00

Urs Hans: Bvet lenkt ab

BVet lenkt bewusst ab 28. 2. 2001

Um von Ihrer eigenen Mitverantwortung am Entstehen von BSE abzulenken, hetzen unsere Bundesveterinäre seit neuem eine schnelle Eingreiftruppe ( Taskforce ) auf uns Bauern los, um uns besser zu kontrollieren, wie sie sagen und um uns zu erklären, ab wann eine Kuh wahnsinnig ist. Vor den Medien zeichnen diese Beamten immer das Bild der kompetenten und uneigennützigen Veterinäre auf der einen Seite und der fragwürdigen Praktiken der Bauern auf der anderen Seite. Wir Bauern müssen den Spiess endlich umdrehen und schleunigst unser BVet samt dem BAG ausmisten, die Verflechtung mit der Wirtschaft aufdecken und durch eine unabhängige Untersuchungskommission schonungslos untersuchen lassen. Wer hat denn zugelassen, dass unseren vegetarischen Wiederkäuern unter dem Druck der Wirtschaft, Fleischmehl gefüttert wurde? Wer zwingt uns denn heute noch, ebenfalls unter enormem Druck der Wirtschaft, unsere Tiere mit extrem gefährlichen Nervengiften zu behandeln? Und wer verkauft denn diesen Dreck und macht dabei wacker Kasse?
Die Angst unserer Beamten vor den wirklichen Ursachen von BSE muss riesig sein. Seit neuem empfehlen sie, Neguvon nicht mehr anzuwenden. Von der offiziellen Liste wurde es aber, zwecks Vertuschung der eigenen Verantwortung, nicht gestrichen.
Die Geschichte von Neguvon(Nervengift) mit jahrelangen Problemen der Bauern damit, mit vielen toten und Hunderten von kranken Kühen mit unzähligen Aborten und Totgeburten, die der Bund verschwiegen und nie entschädigt hat, kennen alle die es wissen wollen. Auch jene Journalisten die Angst hatten darüber zu schreiben. Seit November 99 sind von uns 3 Milchproben von mit Ivomec (Nervengift) behandelten Kühen tiefgefroren im kantonalen Labor in Zürich und dürfen auf Geheiss des BAG und des BVet nicht untersucht werden. Seit dem 14. 12. 00 liegt mir ein bestätigter Fall in der Westschweiz vor, bei dem ein gesundes im 7. Monat trächtiges Rind, genau 12 Std. nach der Behandlung durch die Tierärztin mit Ivomec in Mikrodosis, ein Abort erlitt.
Heute sagte Thomas Zeltner Chef BAG im Radio DRS, er fände diese Eingreiftruppe eine goldige Sache. Im Zusammenhang mit dem Totalverbot von Fleischmehl, auch für Schweine sagte er vor kurzem, man müsse eben alle Risiken ausschliessen. Es ist bekannt und bewiesen, dass Nervengifte auch hoch riskant sind und BSE begünstigen oder gar auslösen. Wo ist denn hier die Konsequenz, wenn es um die Interessen der Wirtschaft geht ihr Herren Zeltner, Kihm und Vasella? Die tiefen Fleischpreise der Bauern und die pervers hohen Gewinne von Novartis wiederspiegeln den wirtschaftlichen Wahnsinn in der Schweiz. Die Zunahme von Nerven- und Hirnerkrankungen wie BSE, Alzheimer, Parkinson, Kreutzfelth-Jakob ect. korreliert peinlich genau mit der zunehmenden und allgegenwärtigen Anwendung von systemischen Nervengiften. Volkswirtschaftlich ist dies allerdings sehr lukrativ. Die Gesundheitsindustrie wächst jedes Jahr um 8 bis 10 % (siehe Krankenkassenprämien) Für die BSE- Testkosten wird europaweit für dieses Jahr von 10 Milliarden Umsatz gesprochen. Das Geschäft mit diesen Krankheiten floriert wahnsinnig; wer wollte da jammern? Von den betroffen Opfern reden nur wenige. So verdient die Pharmaindustrie gleich doppelt. Sie produziert Unheil und verkauft dazu wieder " Heilmittel". Hypokrates lässt grüssen.
Liebe Bauern, weigert euch doch auch, vorbeugend solche Nervengifte anzuwenden. Die Quittung dafür trägt ihr sonst, wie es uns BSE zeigt, drei und vierfach. Mehr Information dazu finden sie auf unser Info-Homepage: Sie können darauf auch Ihre Meinung dazu kundtun, sie ist sehr willkommen!

Urs Hans 28. 2. 2001


Ihre Meinung interessiert uns!
Klicken sie hier um uns eine E-Mail zu schicken.


Zum Seitenanfang