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Leserbrief im Schweizerbauer vom 12.
2.2005
BVET verdreht wie gewohnt die Tatsachen zu BSE
In einem Artikel im CH-Bauer vom 23. 12 04 lobt Frau Heim, Pressesprecherin des BVET die Massnahmen ihres Bundesamtes der Veterinäre noch. Zur gleichen Zeit hat sich ihr ehemaliger Chef ( Kihm ) längst aus dem Staub gemacht. Das BVET und die ihm genehmen Wissenschafter sagten immer, BSE komme vom Fleischmehl und dieses sei ansteckend. Beweisen konnten sie es nie seriös. Viele Engländer verwiesen bereits früh auf die hirnschädigende Wirkung (BS Encephalopathie ) von Nervengiften und insbesondere von Organophosphaten auf die Kühe. Diese Erklärung bestätigt sich immer deutlicher. Dass die offiziellen Voraussagen der Ämter in London und Bern nie stimmten wissen alle. Die Massnahmen gegen die Bauern hatten nur ein Ziel: Ablenkung vom Interessenfilz zwischen Industrie und Verwaltung. Frau Heim pflegte in ihren Medienmitteilungen stets zu sagen, es sei eben schwierig mit den Massnahmen gegen BSE, man wisse immer erst fünf Jahre nach deren Erlass, ob sie greifen würden. Einmal verstieg sie sich sogar zur Aussage, wenn wir Bauern uns an die Massnahmen gehalten hätten, so gäbe es schon lange kein BSE mehr in der Schweiz. Von Beginn an hat ihr Bundesamt alles unternommen, die Schuld an BSE uns Bauern in die Schuhe zu schieben und hat alle Massnahmen darauf ausgerichtet, über die Medien, auch der Öffentlichkeit diesen Eindruck zu vermitteln. Seit 1990 ist bei uns ein striktes Fleischmehlfütterungsverbot für Wiederkäuer in Kraft. Bereits einige Jahre später hatten wir die ersten BAB- Fälle.(Born after feedban, oder geboren nach Fleischmehlfütterungsverbot ), was nach der Logik der Bundesfleischmehlprioneninfektionshypothese eigentlich gar nicht möglich war. Auf Kritik reagierten die Beamten mit purer Arroganz. Immerzu versprachen sie, BSE sei in wenigen Jahren besiegt. 1996 erklärten sie, die Bauern würden sich nicht an die Vorschriften halten und ihren Kühen Hühnerfutter verfüttern, welches Fleischmehl enthalte. Darauf verschärften sie das Fütterungsverbot und dehnten es auf alle Nutztiere aus. Die BSE-Fälle hielten sich aber über Jahre auf hohem Niveau. Im Jahre 98 sagte mir Heinz K. Müller, ebenfalls Pressebeauftragter des BVET, wörtlich: „ Sollte sich auch nur ein BSE-Fall, nach Mai 96 ereignen, so befinde sich sein Amt im Erklärungsnotstand. Einige Monate später hatten wir bereits zwei Bab-Fälle nach Mai 96 geboren. Mein Leserbrief dazu im Schweizerbauer hatte den Titel: Bundesamt im Erklärungsnotstand. Langsam wurden einige nervös. Um das Fleischmehl weiter in aller Munde zu halten, wurden die Massnahmen immer absurder. Einmal legte das Amt eine ganze Mühle lahm, weil ein Knochenstück gefunden worden war, welches so klein war, dass dessen Herkunft nicht einmal ermittelt werden konnte. Bereits vor und noch während des Fleischmehlfütterungsverbotes wurden jedes Jahr in grossen Aufzuchtgebieten, wie Greyerz, Pays d’en Haut, Jura etc. tausende von Rindern mit dem Nervengift Neguvon übergossen, um die Dasselfliegen auszurotten. Angeordnet wurde diese Massnahme direkt vom Bundesamt für Veterinärindustrie. Dies wurde von deren Pressesprechern der Öffentlichkeit aber bis heute verheimlicht. Weil es schon immer zu vielen Vergiftungserscheinungen und Nervenzusammenbrüchen bei Kühen gekommen war, durften ab Herbst 98 nur noch Veterinäre den Kühen das Gift aufgiessen. Nie zuvor war aber der Schaden grösser und trotzdem schwiegen dazu alle Beamten. Tausende von Kühen hatten Durchfall wie die rote Ruhr, hunderte von Kälbchen kamen tot auf die Welt und allein im Kanton Freiburg gingen ca. 30 Kühe sofort kaputt. Es war so gravierend, dass der Kanton Freiburg sich weigerte auf diese Weise damit fortzufahren. Obwohl die Verwaltung uns, gemäss dem Öffentlichkeitsprinzip, stets hätte ehrlich auf dem Laufenden halten müssen, werden diese Vorfälle vom Bundesamt für Erklärungsnotstand und Vertuschung immer noch geleugnet. Auch der neuen Generation von Nervergiften, den Avermectinen schenke ich nicht das geringste Vertrauen. Nach meiner dreimaligen Weigerung, meinen Tieren solches Teufelszeug auf den Rücken zu schmieren, schrieben mir im Jahr 1999 die Beamten anlässlich des dritten Gerichtsfalles, ich müsse meine Tiere behandeln, aber man solle mit Avermectin durchimpfen. Daraufhin liessen wir auf unserem Betrieb drei Kühe damit behandeln und liessen deren Milch, über den Lebensmittelkontrolleur, am kantonalen Labor in Zürich untersuchen. Am 7. Januar 00 bestätigte mir Herr Imhof, ihnen sei es von den Bundesämtern für Gesundheit und Veterinärwesen untersagt worden, die Proben zu untersuchen. In der Folge blieben diese 1 ½ Jahre tiefgefroren im Labor liegen. Dieses Jahr zählen wir das Jahr 2005 und im Jahr 2004 hatten wir das erste mal einen markanten Rückgang an BSE-Fällen in der Schweiz. Frau Dagmar Heim vom Budesamt der Veterinäre erzählt in ihrem Bericht im Schweizerbauer vom 23. 12. 04, dieser Rückgang beweise die Richtigkeit ihrer Massnahmen. Sie erklärt, diese jüngsten Fallzahlen deuteten an, dass vor vier bis fünf Jahren der Infektionsdruck deutlich nachgelassen hätte. Nach dem Fiasko 1998 mit dem Neguvon, wurde dieses aber heimlich vom Markt genommen. Eine Tierärztin sagte mir zudem, Galesan auch ein Organoposphathaltiges Medikament, sei ebenfalls vom Markt genommen worden. Ich rechne jetzt also wie Frau Heim und komme von 99 bis 04 auf ziemlich genau 5 Jahre. Offenbar war die Massnahme, Neguvon und weitere Organophosphate heimlich vom Markt zu nehmen, die weitaus effizienteste Massnahme dieses Amtes überhaupt, in bezug auf Bekämpfung von BSE. Frau Heim sagte auf meine Kritik stets, sie sei nicht wissenschaftlich begründet. Wenn ich auf grund meiner Beobachtungen der letzten 20 Jahre, immer noch behaupte, dass BSE einen ursächlichen Zusammenhang mit der Anwendung von Nervergiften bei Tieren hat, ist dies vermutlich weit wissenschaftlicher, als die ganze BSE-Politik in England und der Schweiz zusammen. Ein englischer Kritiker hat einmal geschrieben, BSE und Prionen seien etwa so ansteckend wie ein Beinbruch. Bei Kreutzfeldt Jakobs verhält es sich genau gleich, immerhin waren auch beweisbar Vegetarier davon betroffen. Von Ansteckung keine Rede, auch hier simple Vergiftung durch Nervengifte der Industrie. Obwohl jeder einzelne Fall in England medienwirksam beschrieben wurde, waren es bisher unter 200 und entsprechen vermutlich der normalen Vergiftungsrate. Ich sage, die Prionenlüge hat der Landwirtschaft einen unermesslichen finanziellen und moralischen Schaden zugefügt und ist die Erfindung jener Industrie welche laufend Zappelphilipps, neurologische Störungen, Demenz, Alzheimer, Kreutzfelth- Jakob, MS, Parkinson, ALS, Golf War Syndrom, Krebs etc. etc. mit ihren Giften produziert. Die dramatische Zunahme dieser Krankheiten ist mittlerweile unübersehbar geworden und der dadurch enorm ansteigende Pflegeaufwand in Heimen wird von immer mehr Ärzten nicht mehr stillgeschwiegen. Alle wissen, dass dieses Amt die Interessen der Pharmaindustrie vertritt und sicher nicht jene von uns Bauern und es ist mir absolut unverständlich, dass man einem solchen Amt das Dossier BSE alleine überlässt. Dass dies so ist, zeigt aber auch das Versagen unserer Bauernparlamentarier in Bern auf! Mit freundlichen Grüssen Urs Hans, www.publiceyeonscience.ch
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